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Seifenlied

Bei der Reichstagswahl 1928 hatten die Berliner Sozialdemokraten auf ihren Kundgebungen "Toilett-Seife" verteilt mit dem Aufdruck "Wählt SPD". Die zweite Strophe spielt auf den "Burgfrieden" mit den Kriegstreibern des Kaiserreichs an. Am 4. August 1914 hatte die SPD-Fraktion im Reichstag mehrheitlich den Kriegskrediten zugestimmt: "Wir haben ihn gebilligt / Den großen heiligen Krieg. / Wir haben Kredite bewilligt, / Weil unser Gewissen schwieg."

 

Wir haben unsre Brüder
mit Wahlkampfseife bedacht.
Das tun wir das nächste Mal wieder;
es hat sich bezahlt gemacht.

 

Wir schlagen Schaum.
Wir seifen ein.
Wir waschen unsre Hände
Wieder rein.

 

Wir haben ihn gebilligt
den großen heiligen Krieg.
Wir haben Kredite bewilligt,
weil unser Gewissen schwieg.

 

Wir schlagen Schaum.
Wir seifen ein.
Wir waschen unsre Hände
Wieder rein.

 

Dann fiel’n wir auf die Beine
und wurden schwarz-rot-gold.
Die Revolution kam alleine;
wir haben sie nicht gewollt.

 

Wir schlagen Schaum.
Wir seifen ein.
Wir waschen unsre Hände
Wieder rein.

 

Wir haben die Revolte zertreten
und Ruhe war wieder im Land.
Das Blut von den roten Proleten,
das klebt noch an unsrer Hand.

 

Wir schlagen Schaum.
Wir seifen ein.
Wir waschen unsre Hände
Wieder rein.

 

Wir haben unsre Brüder
mit Wahlkampfseife bedacht.
Das tun wir das nächste Mal wieder;
es hat sich bezahlt gemacht.

 

Text: Julian Arendt Musik: Otto Stranzky

 

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