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Genossen zu den Waffen!
(Max-Hölz-Marsch)

 

Als dieses in der Festung Niederschönenfeld im April 1920 verfasste Gedicht der Anstaltsverwaltung in die Hände fiel, wurde der Verfasser Erich Mühsam mit einer Verschärfung der Einzelhaft durch Hofentzug und hartes Lager ohne Bettzeug, Decken und Kissen bestraft.

 

 

Genossen, zu den Waffen 

heraus aus der Fabrik
Sprung auf, marsch marsch!

Es lebedie Räterepublik
Es lebe der Kommunismus, es lebe die Tat
Es lebe wer sein Leben gibt

fürs Proletariat


Doch unser Sieg ist nah

Max Hölz ist wieder da
Er hält die rote Fahne hoch

und schwingt sie: Hurra

 

Die Handgranatt am Gürtel,

im Arme das Gewehr
So stürmt Max Hölzens Garde

durchs Sachsenland daher
Der Bürger knickt zusammen,

er sperrt den Geldschrank auf
Hölz präsentiert die Rechnung

mit dem Pistolenlauf

 

Hier geht der rote Hahn auf,

dort donnert Dynamit
Der Bürger macht die Hosen voll

und schwitzt um den Profit
Die Sipo soll ihm helfen,

der Reichswehrgeneral
Die Sozibonzen zetern,

fürs heilige Kapital

Der Bürger schnaubt nach Rache,

sein Geldsack ist noch stark
Wer Hölzens Kopf zerschmettert,

kriegt hunderttausend Mark
Ihr Mörder und ihr Spitzel,

zerstört die rote Saat
Es kämpft für seine Freiheit,

das Proletariat

Und muß denn gestorben sein -

Genossen, wohlan
Wer für die Freiheit kämpfte,

hat wohl daran getan
Proleten, zu den Waffen,

heraus aus der Fabrik
Sprung auf, marsch marsch! -

Es lebe die Räterepublik!

Text: Erich Mühsam , in der Festung Niederschönenfeld im April 1920
Musik: auf die Melodie von:
Was blasen die Trompeten von 1809

 

 

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