Ballade vom Mönch und dem toten Mädchen ("Draculine")

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"Er ist jung und stark;

das gibt Küsse für uns alle." (Bram Stoker, Dracula)

 

Im Kloster schlug es Mitternacht

Ein Mönchlein hält die Totenwacht

In der Gruft unten ein frisches Grtab

In dem die schöne Tote lag.

 

Leis wog der Wind, die Eule schrie

Das Mönchlein betrachtet sehnlich sie

Die auch im Tod noch reizvoll war

Mit bleichen Lippen und pechschwarzem Haar.

 

Es plagte ihn sein sündig' Fleisch

Er kniete nieder vor Kreuz und Weib

O Maria, Schutzheilige aller Fraun,

lass sie mich noch mal lebendig schau'n.

 

Reglos klat das Mädchen lag

Im Sarg begehrlich aufgebahrt

Das Mönchlein fasste heiß Begier'

Er streichelt die kalten Hände ihr.

 

Ein Windstoß warf die Grufttür zu

Ein dunkler Ton durchbrach die Ruh'

Die Kerz' erlosch, das Kreuz fiel um,

Die Tote dreht den Kopf herum.

 

Sie schlägt die starren Augen auf

Und richtet sich im Sarge auf

Dem Mönchlein wr so schwach uind fromm

Als sie den Rand des Grabs erklomm.

 

Mit barem Fuß wandelt sie zu ihm

Dem tollen Mönchlein schwand der Sinn

In ihrem weißen Leich'gewand

In ihren Armen der Mönch sich wand.

 

Sie trug ihn in das off'ne Grab

O Maria, er sein Blut ihr gab

(und als er dann bei ihr lag)

Schlug sie den schweren Deckel zu

Vond er ersten Stund' an war dann Ruh'.

 

Von dieser Geschichte ist die Moral

Auch Tot mögen's gern noch mal

Doch lässt Du Dich auf tote Mädchen ein

Musst Du auf ewig der Ihrige sein.

 

Chords:  C / a / a E C / a C G a

Lyrics and Tunes: By Hermanitou, 03.03.1976

 

"Das schöne Mädchen beugte sich über mich, indem sie sich auf die Knie niederließ und mir starr in die Augen sah. Es war eine wohlberechtigte Wollüstigkeit, die anziehend und abstoßend zugleich wirkte; als sie ihren Nacken beugte,leckte sie ihre Lippen wie ein Tier, so dass ich im Licht des Mondes den Speichel auf ihren Scharlachlippen, ihrer roten Zunge und ihren weißen Zähnen erglänzen sah. Immer tiefer beugte sie sich herab, streifte mir an Mund und Kinn vorbei und näherte sich meiner Kehle, an der ich ihren heißen Hauch verspürte." (Bram Stoker, Dracula)