Bardentreff Blaubeuren 2021
Session with Mandy Strobel, John Donarsky and Annette
Singen beim Warnstreik der IG BAU 2019 vor dem Werkstor bei Heidelbergzement Schelklingen
Beim Sommerfest der Freidenker 2017
CWF Koetz- An evening in August

Auf auf zum Kampf!

Zahlreich waren die Frauen, die in den Kampf zogen – mit dem Freund, dem Verlobten, dem Ehemann, andere auch ganz selbstständig. Ein völlig aus dem Rahmen fallenden Verhalten, für die Männer, für die Beobachter, für dieFrauen selbst. Nach der Aufstandsbewegung (Ruhrgebiet, 1920) war im „Zentrumsblatt“ von Oberhausen folgendes zu lesen:
"Anfangs waren die Schwestern mehr als improvisiert. Mit flatternden Serviettenhauben und schnell genähten Rote-Kreuz-Binden drängten sie sich zwischen die roten „Kameraden“. Oder sie hingen am Arm oder zwischen den Armen mehrerer Rotgardisten, besonders wohl fühlten sie sich im dichten Gedränge auf den Lastwagen auf dem Weg zur Front… Sie marschierten auch mit ein und aus, und dann gellten ihre hellen, oft grellen Stimmen zwischen den Baßstimmen der Rotgardisten in die Nacht: „Der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand!“ Die „roten Schwestern“ der knallroten Schwester. Sie machten den blutigen Ernst zur Hexenfastnacht.“
 
Das Bürgertum hätte die Aufstandsbewegung, wenn es sich um eine reine Männerbewegung gehandelt hätte, noch in seine gewohnten Wahrnehmungsmuster einordnen können. Die Teilnahme von Frauen aber machte die Bewegung offenbar zu einem Alptraum.

 

Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!
Zum Kampf sind wir geboren.
Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!
Zum Kampf sind wir bereit !
Dem Karl Liebknecht haben wir´s geschworen
der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand

 

Wir fürchten nicht, ja nicht

 den Donner der Kanonen
wir fürchten nicht, ja nicht

den Tod für Freiheit, Recht
Dem Karl Liebknecht haben wir’s geschworen
der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand

 

Wir fürchten nicht, ja nicht,
den Donner der Kanonen!
Wir fürchten nicht, ja nicht,
die Noskepolizei!
Den Karl Liebknecht haben wir verloren,
die Rosa Luxemburg fiel durch Mörderhand.

 

Es steht ein Mann, ein Mann

so fest wie eine Eiche
der hat gewiß, gewiß

 schon manchen Sturm erlebt
Vielleicht ist er schon morgen eine Leiche
wie es so vielen Freiheitskämpfern geht


Text: unbekannt ca. 1919

(Umdichtung eines kriegsverherrlichenden Soldatenliedes aus dem Kaiserreich)

 

 

 

 

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