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Schau wie die Nacht...

 

 

Schau, wie die Nacht unsre Schatten verschlingt    e D C

Moritz, mein Bruder, tritt leise!                                   e e  e h

Schau, wie das Licht in der Ferne ertrinkt,                e D C

Scharer ruft zur Reise!                                                   e C  D H7 e h  e

Unsere Schwester wird im Boot bei ihm sein,           G G  D   D

Moritz, hilf mir einen würdigen Stein                           e  e   H   H

Ihr auf das Lager zu tragen                                           e  G  e  H

Komm, pack mit an, um ihr danach beim Wein,        e  D  C  a

Lebewohl zu sagen.                                                        e C D H7  e h e       

 

Ach, totes Vorspiel im düsteren Reich

Unter den wispernden Linden,

Schönheit und Hässlichkeit werden gleich

sich im Tode verbinden.

Glück, sonst so dreist wie der wirbelnde Wind,

Meidet die Stätten, die dem tod eigen sind

Niemand mag hier gerne schaffen!

Feinde bereuen, zerbrechen geschwind

Vor der Gruft ihre Waffen.

 

Armsünderglöckchen im Großglockenklang

Der Küster, nun tritt er ins Freie.

Alles ist würdig und frommer Gesang

Gibt dem Ort die Weihe.

Blumen zertretend folgt das Trauergeleit

Am frischen Grabe steht der Sarg schon bereit

Dort an der schattigen Mauer

Jeder verbeugt sich, nimmt Anteil am Leid

Jeder pflegt seine Trauer.

 

Sie hat jetzt Ruhe vor Schlägen und Streit,

Lööfbergs geplagte Gemahlin

Löfberg, du Scheusal, jetzt ist es soweit

Jetzt gibst Du Dich Deiner Qual hin.

Ach, wir nehmen heute Abschied von ich,

Ach, wie soff sie gerne Brandwein und Bier

Lustig warn Ihre Gelage.

Durstig war sie – und durstig sind wir

Durst ist wirklich eine Plage!